Aus der Sitzung des Senats am 19. August 2025:
Der Senat von Berlin hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, die Aufnahme der Berliner Mitte in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren und Quartiere“ beschlossen. Das Gebiet liegt zwischen der Bodestraße im Nordwesten und der Jannowitzbrücke im Südosten sowie dem Spreekanal und dem Haus der Statistik.

Mit Unterstützung der aus Mitteln des Bundes und des Landes Berlin finanzierten Städtebauförderung soll die Berliner Mitte – entsprechend ihrer gesamtstädtischen Funktion – zu einem zukunftsfähigen Zentrum weiterentwickelt werden, das als Identifikationsort und Repräsentationsraum der Gesamtstadt sowohl den aktuellen Anforderungen des Klimawandels begegnet als auch soziale, kulturelle und ökologische Qualitäten vereint. Insgesamt stehen bis 2040 hierfür rund 53 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, den Bereich zu einem urbanen Raum mit attraktiven, klimafreundlichen Freiflächen zu gestalten und die Verknüpfungen mit den umliegenden Quartieren zu stärken. Im Fokus stehen beispielsweise die Entsiegelung und Begrünung von Platzflächen sowie die Realisierung sogenannter „Grüner Gullys“ zur Verbesserung der Regenwasseraufnahme. Öffentliche Freiflächen werden gezielt umgestaltet, um die Aufenthaltsqualität durch Verschattung, mehr Vegetation und Qualifizierung der Verweilmöglichkeiten zu erhöhen – beispielhaft dafür steht die Umgestaltung des südlichen Schlossplatzes vor dem Humboldt Forum.
Gleichzeitig wird die Berliner Mitte als Wohnstandort durch die Qualifizierung des Wohnumfeldes gestärkt sowie Geschichte und Kultur für Anwohnende sowie Touristinnen und Touristen sicht- und erlebbar gemacht. Bestehende Projekte werden bei der Umsetzung der Maßnahmen konzeptionell eingebunden und fortlaufend berücksichtigt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Beteiligung der Stadtgesellschaft: Die Einrichtung eines Beteiligungsfonds ermöglicht es künftig Bürgerinnen und Bürgern mit eigenen Projekten aktiv an der Entwicklung der Berliner Mitte mitzuwirken.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Die Berliner Mitte zeichnet sich durch ihre einzigartige Mischung aus historischen Bauwerken, vielfältigen Freiräumen, bedeutenden Institutionen und lebendigen Stadtquartieren aus. In der Berliner Mitte wird regiert und gewohnt, dort führen die Berlinerinnen und Berliner ihre Besucher hin. Mit der Ausweisung als Städtebaufördergebiet sollen der öffentliche Raum, die städtischen Plätze und Freiräume der Berliner Mitte, für die Herausforderungen des Klimawandels fit gemacht werden. Wir schaffen so ein noch attraktiveres und lebenswerteres Zuhause in Berlin.“
Die Städtebaufördergebiete Nikolaiviertel und Umfeld Spreekanal wurden durch den Senatsbeschluss vorzeitig beendet, weil sie im neuen Fördergebiet Berliner Mitte aufgehen.
Mit dem Beschluss zur Berliner Mitte als Städtebaufördergebiet liegt nun ein erstes Teilergebnis im Rahmen des Masterplanprozesses Berliner Mitte vor. Das Handlungsfeld „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“, das Grundlage für den Beschluss des Städtebaufördergebiets Berliner Mitte ist, bildet zusammen mit den beiden Handlungsfeldern „Verkehrliches Innenstadtkonzept“ und „Regelwerke zur Straßenraumgestaltung“ ein strategisches Gesamtkonzept, um die Berliner Mitte zu einem lebendigen und lebenswerten Ort für alle Berlinerinnen und Berliner und ihre Besucherinnen und Besucher zu machen.
Das ISEK steht unter dem folgenden Link zum Download bereit:
https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/staedtebau/berliner-mitte/isek/