Ergebnisse des offenen städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs

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Hallo,
mein Name ist Manfred Kühne, ich leite die Abteilung Städtebau und Projekte in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Viele von Ihnen werden mich wahrscheinlich bereits aus vorhergehenden Bürgerbeteiligungsverfahren kennen.

Ich freue mich sehr, dass wir am Molkenmarkt vorankommen. Wir stehen unmittelbar vor der Jurysitzung für die städtebauliche Qualifizierung und wie es üblich ist, geben wir Ihnen als Bürgerinnen und Bürger vorab die Möglichkeit einen Überblick darüber zu bekommen, welche Beiträge von den teilnehmenden Büros eingereicht wurden und uns auch erste Rückmeldungen hierzu zu geben. Wir werden diese Rückmeldungen in der Jury bekannt geben und dort diskutieren.

Wir freuen uns sehr darauf, eine Auswahl von Arbeiten zu treffen, mit denen wir dann anschließend in ein sogenanntes Werkstattverfahren gehen werden. Das heißt, wir werden dann noch einmal intensiv die Arbeiten diskutieren um sie noch konkreter und umsetzungsreifer zu machen. Ich hoffe, viele von Ihnen auch in dem anschließenden Werkstattverfahren wieder zu sehen. Wir wollen auf bewährte Weise die ausgewählten Arbeiten und die Schlüsselthemen immer parallel mit Bürgerinnen und Bürgern diskutieren, und anschließend auch mit der Jury. Wir hoffen, dass es die Pandemie-Bedingungen erlauben, auch in Präsenz zu arbeiten, so können wir ganz besonders intensiv diskutieren. Es würde mich sehr freuen, wenn das möglich würde.

Wir orientieren uns immer noch an den Leitlinien die kooperativ erarbeitet wurden und für die Berliner Mitte Maßstäbe gesetzt haben. Auch für den Molkenmarkt – ähnlich wie für die Projekte in der Nachbarschaft – wollen wir klären, was genau die Qualitäten in der Umsetzung sein werden, um anschließend damit wieder in den politischen Raum zu gehen. Wir haben bald ein [neu gewähltes] Abgeordnetenhaus und einen [neu konstituiertrn] Senat. Auch hier werden wir dafür Unterstützung suchen, hohe Qualitätsstandards zu erreichen. Sowohl was die Nutzungsmischung im Quartier, die Kleinteiligkeit der Bebauung und die ökologischen Standards angeht und vor allem natürlich auch, was die Gestaltungsqualität angeht.

Deswegen danke ich Ihnen für Ihr Engagement. Für uns ist es sehr hilfreich, dass nicht nur wir in der Verwaltung sowie professionelle Planerinnen und Planer Ideen und Anregungen geben, sondern auch Sie als Bürgerinnen und Bürger, welche die unterschiedlichen Aspekte repräsentieren, die in diesem Quartier zur Geltung kommen müssen.

Vielen Dank!

Manfred Kühne
Abteilungsleiter Städtebau und Projekte
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Fragen und Antworten

Der Bebauungsplan schafft den rechtlichen Rahmen für ein neues Quartier, dass sich am historischen Stadtgrundriss orientiert. Konkrete Aussagen zur Anzahl der Gebäude oder zur Fassadengestaltung enthält der Bebauungsplan jedoch nicht. Die zukünftigen Grundstücke werden in das Eigentum der jeweiligen Wohnungsbaugesellschaft übergehen.

Die Kleinteiligkeit der baulichen und nutzungsbezogenen Struktur stellt eine der wesentlichen Planungsvorgaben dar. Entsprechend wurde den Entwurfsteams im Wettbewerb die Aufgabe gestellt, einen Vorschlag für die Parzellierung der Grundstücke zu erarbeiten. Auf dieser Basis finden anschließend öffentliche Werkstätten und Hochbauwettbewerbe statt.

Die Aufgabenstellung zum städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb schließt Leitbauten ausdrücklich nicht aus. Die teilnehmenden Teams entscheiden, inwieweit sie Leitbauten oder andere prägende Gebäude in den Entwürfen berücksichtigen. Das Preisgericht wird dann die Entwürfe, im Zusammenhang mit den anderen Wettbewerbsaufgaben, intensiv diskutieren.

Das Ziel, ein lebendiges und baukulturell hochwertiges Stadtquartier mit den Vorgaben der Herstellung von bezahlbarem Wohnraum für unterschiedliche Nutzer:innen und Gewerberaum für Kulturschaffende herzustellen, kann nur durch zusätzliche Finanzierungen erreicht werden.

Die grundsätzlichen Entscheidungen zu den zukünftigen Finanzierungs- und Förderbedingungen sollen in 2022 vom Abgeordnetenhaus auf der Grundlage der Ergebnisse der laufenden städtebaulichen Qualifizierung getroffen werden.

Im offenen Wettbewerb wird der Freiraum und Städtebau für das gesamte Quartier auf Basis des Bebauungsplans konkretisiert. Die Gestaltung der Fassaden ist nicht Teil der Aufgabenstellung. Die Klärung erfolgt später im Rahmen der sich anschließenden Architekturwettbewerbe für die einzelnen Gebäude.

Bereits heute befinden sich Grundstücke in Privat-, Bundes- und Landeseigentum. Die neue Berliner Liegenschaftspolitik ist gemeinwohlorientiert. Deshalb werden die neuen Grundstücke nach dem Straßenumbau in zwei landeseigene Wohnungsbaugesellschaften eingebracht. Diese setzen die wohnungspolitischen Ziele des Landes Berlin vollständig um. Damit wird die berlinspezifische, vielfältige Urbanität im Quartier am Molkenmarkt langfristig gesichert.

Weitere Fragen und Antworten zur Planung am Molkenmarkt finden Sie unter >>Planung